🇩🇪 In Leonard Cohens (laut Rolling Stone Magazine) achtbeliebtestem Lied „Tower Of Song“ , dessen Lyrics er rezitierte, als er 2008 in die Rock’n’Roll Hall of Fame aufgenommen wurde, geht es um die Kunst des Songwritings. Viele Interpretationen beschäftigen sich ausschließlich mit dem zentralen Symbol, dem Turm, dem sich Cohen in jeder Strophe aus einer anderen Perspektive nähert. Doch auch der Rest des Textes ist ein Meisterwerk des Liederschreibens – mit einem starken Spannungsbogen, dem typischen Cohen-Triptychon „Lebensdrama, Frauen, Religion“, das zum Beispiel auch „Suzanne“ zugrunde liegt, und einer Bildgewalt, die seinem größten Hit „Hallelujah“ in nichts nachsteht.

The Wallflowers are great, but I love Jakob Dylan solo even more. He only recorded two albums, „Seeing Things“ (2008) and „Women & Country“ (2010) and the song „Everybody Pays As They Go“ is one of my favorites on the first one (the other one is „All Day And All Night“ ). It’s such a shame we haven’t heard from him musically ever since!

🇩🇪 Eigentlich passt die Geschichte von der talentierten Singer-Songwriterin, die tagsüber für den Lebensunterhalt kellnert und abends auf kleinen Open Mic-Bühnen ihrer wahren Leidenschaft folgt, nicht mehr in diese Zeit. Man stellt sich doch die digital affinen Nachwuchsmusiker*innen von heute eher so vor, dass sie Musik per Smartphone und DAW-App im Heimstudio produzieren, ihre Songs auf YouTube und Spotify hochladen und an den Flaschenhälsen der Musikindustrie vorbei ihr Publikum finden. Aber auch die nostalgischen Geschichten gibt es noch, siehe Iona Zajac, King Hannah und Anna B. Savage.

I will never forget the night I had booked Duncan Townsend for a birthday livingroom concert – and then came the Covid lockdown. Duncan showed up anyway, although he had to stay healthy to get on a plane to Australia the next day. Just about 15 guests dared to attend my party, we all took Corona tests and had the most magical evening together – amidst all the madness.

🇩🇪 Die erste Ausgabe des Feral Folk Festivals fand im Sommer 2024 noch auf der kleinen Bühne der Freilichtbühne Weißensee statt, weil man ja gar nicht wusste, wie groß das Interesse sein würde. Bei der zweiten Ausgabe am gestrigen Samstag füllte das Publikum bereits die Ränge der Hauptbühne. Kein Wunder – man kann bei aller journalistisch gebotenen Distanz von dieser Veranstaltung, die die zu neuer Größe erwachte alternative und unabhängige Folkszene Berlins gebührend feiert, einfach nur schwärmen.